Unphew kulinarisch: Gebratene Nudeln +

Warum hier zum wiederholten Male eine Variante des vietnamesischen Klassikers – gebratene Bánh phở mit Gemüse und Fleisch – beschrieben wird? Weil es Felder gibt, auf denen selbst ich als bekennender Improvisateur und Kochkonventionskritiker nach Perfektion strebe. Die niederrheinische Adaption klassischer nordvietnamesischer Küche gehört unbedingt dazu. Wenn dann noch der Mensch zu Besuch ist, mit dem zusammen ich das alles dereinst an Originalschauplätzen aß und der mir meine Erinnerungen bebilderte, komme ich nicht umhin, den Wok zu schwingen.

Mangold, Rindfleisch, eingelegte Zwiebeln auf gebratenen Nudeln (Banh Pho)

Mangold, Rindfleisch, eingelegte Zwiebeln auf gebratenen Nudeln (Banh Pho)

Unphew hieß  das Team aus schreibendem Onkel und fotografierendem Neffen, das 2008 eine gute Zeit lang zwischen Hanoi und Saigon unterwegs war, um alles zu essen, was ihnen an Straßenrändern angeboten und auf edel gedeckten Tischen serviert wurde. Der Blog, der damals als kulinarisches Reisetagebuch entstand, ist inzwischen offline – aus Gründen, die zu erzählen mehrere Geschichten ergeben wird. Bald, hier. Ein paar Fotos immerhin sind noch verfügbar.
Hilfreiche Unterstützung bei aromatischer Erinnerungsarbeit bietet immerhin Bunzel mit ihrem Blog, aus dem auch das nunmehr zu bereitende Rezept stammt: Phở xào truyền thống – Gebratene Reisbandnudeln auf traditionelle Art.

Meine Liebe zur vietnamesischen Küche gründet nicht zuletzt darin, dass sie leicht, einfach und prägnant ist. Beim Selbstversuch sind jedoch ein paar basale Hinweise zu beachten: 1. Ohne präzise Vorbereitung ist alles nichts. 2. Kein Salz. 3. Der Kräutergarten ersetzt das Gewürzregal. 4. Es muss nicht immer Fischsauce sein; aber fast immer. 5. Schärfe ist völlig überbewertet. 6. Der Wok im Haus ersetzt den Chinamann. 7 ist eine angeblich heilige Zahl, und da mir transzendentale Vorgänge nur beim Wechsel der Aggregatzustände während des Garprozesses geheuer sind, beende ich an dieser Stelle das Theoretisieren und komme zur Sache.

Eingelegte Zwiebeln mit Zitronenaroma

Eingelegte Zwiebeln mit Zitronenaroma

Von einer Art Zwiebelsalat balanciert der Vietnamese zu jedem Bissen dieses Gerichts ein paar Schnitze auf den Stäbchen. Feine halbe Ringe schneiden und in einem Sud aus dem Abrieb und Saft einer Zitrone (zugegeben, hier verwendet der gemeine Südostasiate eher Essig), etwas warmem Wasser, wenig Zucker und Chili marinieren. Für die Hành tây giầm dấm habe ich übrigens die ersten eigenen Zwiebeln (Stuttgarter Riesen) geerntet.

Koch- und Essensbegleiter

Koch- und Essensbegleiter

Für den Fleischteil des Gerichts habe ich mir von Manfred Bauten dünnste Scheiben aus der Oberkeule eines netten Rinds schneiden lassen, wie ich sie auch für Rouladen verwende. Diese wiederum werden in 3 cm breite Streifen geschnitten und mit Fischsauce, Pfeffer, Knoblauch und Zwiebelwürfeln mariniert. Je länger, desto zarter wird das Ergebnis. Portionsweise in heißem Öl und wiederum unter Zugabe von Knoblauch und Zwiebeln pfannenrührend garen. Nach höchstens 30 Sekunden ist der Drops gelutscht. Beiseite stellen, die ausgetretene Flüssigkeit aufheben.

Die Reisbandnudeln kommen nun in den Wok, nachdem sie zuvor mindestens eine halbe Stunde im warmen Wasser eingeweicht wurden. Zusammen mit den beliebten Begleitern Zwiebel und Knoblauch werden die Bánh nun unter häufigem Bespritzen mit Fischsauce bewegt gegart, immer mal wieder einen Schluck Wasser hinzu – das vermeidet das Ansetzen.

Schließlich Gemüse: Weder Pak Choi, noch vietnamesischer Rapa, sondern heller Mangold. Das Beet ist nun leer; schade. Waschen, klein schneiden und zusammen mit den üblichen Verdächtigen im Wok garen. Mit dem Bratensaft aromatisieren.

Ich habe Thaibasilikum, Minze und das noch knackigfrische Grün der Zwiebeln zur Hand. In Ringe und Streifen geschnitten wird je eine Hand voll über die angerichteten Teller gestreut. Und dass Moselriesling das perfekte Getränk zu vietnamesischem Essen ist, erwähnte ich bereits. Heute habe ich eine besonders passende Flasche geöffnet.
Ach ja: Die Photos machte der Neffe – es hat ihm geschmeckt.


In Liebe: Locas In Love

Als Popkulturaktivist, Kunstpessimist, Rockist und Herzenskölner liebe ich Locas In Love, immer schon. Da ihre Kreaturen noch keine Saurier oder Lemminge waren, sondern sie selbst in Resonanzkörpern von Dackeln durch die Landschaft streunten. Sonnenberg und Schrank sind genauso zwei Fachtermini aus der Weinwelt – die mir neuerdings bloggerischer Zweitwohnsitz ist – wie die Namen des Protagonistenpaars, das zusammen mit Jan Niklas Jansen nun eine neue Langspielplatte beim hauptstädtischen Kreativpool Staatsakt veröffentlicht hat. Um ihre Stellung zu untermauern als einzige konstant relevante Stimme im deutschsprachigen Pop mit Mut zur Nische und Liebe zur Pose.

Alles bleibt anders auf Lemming. Lieder haben Namen wie „Die zehn Gebote“, „Über Nacht ist ein ganzer Wald gewachsen (Das Licht am Ende des Tunnels ist ein Zug)“ oder „Manifest“ – und genauso funktionieren sie auch. Die Musik schmeckt nach Kraut und Rüben und riecht nach Revolution. Prägnanz im Unterschwelligen auf der Textebene lädt ein zum Paarungstanz mit performantem Understatement und kompositorischer Altklugheit. Kein Kritikergeschwurbel wird der Attitüde und dem Ergebnis gerecht – Herr Pfeil hat es immerhin versucht mit seiner Waschzetteldichtung und eine Annäherung geschafft.

Locas in Love (Foto: Katja Ruge - www.katjaruge.de)

Locas in Love (Foto: Katja Ruge - http://www.katjaruge.de)

Der Begriff Hermetik überträfe das Werk an Wucht. Doch selbst der affine Hörer bewerkstelligt die Transzendenz von Interesse zu Begeisterung erst mittelbar. Jetzt: Könnte ich schreien vor Glück! Zugegeben: Es handelt sich bei der emotionalen Nähe, die in mir beim Hören wächst, vermutlich um ein Generationenphänomen. Ich kenne die besungenen  Bilder, Gefühle, Schlussfolgerungen. Ich weiß um die Macht der Ohnmächtigen und die rasante Fallgeschwindigkeit zwischen Übermut und Depression und das solche Wege niemals Einbahnstraßen sind. Hermeneutische Musikalienbildnerei mag ich sehr. Nicht aus Lust am Leid. Sondern mit Mut zur Botschaft samt rhythmischer Selbstvergewisserung.

„“Da ist kein Widerspruch, Liebeslieder zu singen und trotzdem nichts aus den verliebten Augen zu verlieren von der Angst und der Wut und dem Hass auf die Dinge. Kein Mensch und kein System kann diese Liebe zerstören.“ (Manifest)

Aus:

Locas In Love – Lemming
(Staatsakt / Rough Trade)
VÖ: 01.07.2011

Kaufen; sofort!


Balkanplatte

Djuvec mit Musik? So falsch ist die Vermutung nicht. Ich mag die kroatische Küche, das Einfache und Prägnante. Oft aß ich formidable Spanferkel am Straßenrand, kochte Brodet auf offenem Feuer am Kai von Opatija, trug nachhaltig bei zum Schwund des Fischbestands in der Adria, ging auf die Knie aus Ehrfurcht vor einer Frittata mit wildem Spargel im istrischen Hügelland. Doch nichts geht über Tomatenreis mit gegrilltem Gemüse – oder mit frischem, pfannengerührtem Mangold.

Mangold auf Tomatenreis

Mangold auf Tomatenreis

Das Grünzeug wächst mir über den Kopf. Nach der Zucchinischwemme ist nun also der Mangold an der Reihe, der Acker ruft jeden Abend: Erntezeit! Ungewohnt hellgrün ist die großartig gedeihende Sorte, leicht gekräuselt die Blätter, zarter der Geschmack als beim Mittelmeerpendant. Auch die Textur ist filigraner, so dass ich auf das sonst übliche Blanchieren verzichtete. Nur mit Olivenöl, Knoblauch, Peperoncino penibelst gesäubert und grob zerupft in den Wok und permanent bewegt.

An einem heißen Abend besticht die Kombination aus restsauren Tomaten und dem unterschwellig bitteren Gemüse. Eine zweite Portion habe ich mit Weinraute gepimpt, das mache ich jetzt immer so. Kaum Salz, sehr mediterran.

Um größeren Hunger zu bekämpfen, reiche ich zu einer dritten Portion pankopanierten und ausgebackenen Schafskäse. Noch mehr Säure – und Crunch. Dazu trinke ich viel zu kalten, schlechten dalmatinischen Wein. Und höre mich durch mein Balkanpoparchiv.


Silvanersonntag und Etikettenevolution oder Das dicke Ende kommt zum Schluss

Udenheim ist ein perfekter Standort für das Basislager meiner Rheinhessenexpeditionen. Gelegen in einem Talkessel, der sich nach Osten zum Selztal hin öffnet und auf drei Seiten umgeben ist von pittoresken Weinbergen, deren bekannteste  Lage gen Norden der Udenheimer Sonnenberg ist. Noch nie gehört? Nicht weiter verwunderlich, kaum ein Winzer hat es aus diesem Weiler je zu Weltruhm gebracht, ist das Ziel ihrer Hände Arbeit doch größtenteils stromlinienförmiges Massenprodukt. Idyllisch ist es dennoch – und von Ingelheim über Jugenheim und Saulheim bis nach Nierstein und Guntersblum liegen viele wichtige Weindestinationen in Fahrradfahrdistanz.

Disteldorniger Udenheimer Sonnenberg

Disteldorniger Udenheimer Sonnenberg

Nach samstäglichen Rieslingeskapaden samt glücklich gestorbenem Federvieh war für den Tag des Herrn eine weitere Folge meiner niemals endenden Aktion „Auf der Suche nach dem perfekten Silvaner“ geplant. Die Rheinhessen deklarieren die Sorte ja gerne mal als quasi-autochthon für sich, erstmals an- und ausgebaut wurde der wohl aus dem östlichen römischen Reich stammende Wein hierzulande vor mehr als 350 Jahren in Franken. Allerdings befindet sich zwischen Mainz, Bingen und Worms die größte Rebfläche, auf ca. 2500 Hektar wird die Silvanerrebe gepflegt. In der gesamten Republik hat der Silvaner übrigens einen Anteil von 5 % an der Gesamtrebfläche (Rebflächenstatistik 2010).

Am vorgeblich oberen Ende der Qualitätsskala fing ich an, nach einem Frühstück ohne Kaffee und dem Zähneputzen so gut wie ohne Pasta. Der VDP hatte geladen und alle Jaguarfahrer der Landeshauptstadt waren in die Rheingoldhalle gekommen. Obwohl ich extra früh losgeradelt war, hingen schon reichlich Parfum- und Aftershaveschwaden in der ansonsten alkoholigen Luft im Foyer mit Rheinblick. Obwohl kein Verkostungsprofi, wollte ich die Sache ernst nehmen und trank mich zügig und mit Elan spuckend durch die angebotenen circa zehn Silvaner, immer auf der Flucht vor dem Nobelpöbel. Einige Enttäuschungen waren dabei, vor allem die gefühlten Stars boten wenig Bestechendes. Jedoch gab es auch einen Sieger meines Privatwettbewerbs: Den 2010er Siefersheimer von Wagner-Stempel. Sortentypisch grasige, klare und frische Noten mit einer dichten Tiefe kombiniert wie bei keinem anderen Wein. Wohl waren die Trauben extrem lange, bis in den Oktober hinein, an den Reben. Trotz Stückfasseinsatz und reichlich Alkoholgehalt – eigentlich mag ich’s eher jung und leicht und knackig – eine überzeugende Kredenz (wie übrigens die gesamte Kollektion).

VDP-Verkostung in Mainz

VDP-Verkostung in Mainz

Was sonst noch bemerkenswert war unter den 2010ern aus Rheinhessen/Ahr/Nahe und den älteren Großen Gewächsen? Ich beschränkte mich darauf herauszufinden, welche Einstiegs-Rieslinge meinen Geschmack träfen – einfach gut in dieser Kategorie wieder einmal der Unplugged von Tesch. Zum Abschluss gönnte ich mir noch eine Runde Frühburgunder und blieb beim Weingut Kreuzberg von der Ahr hängen. Deren 2008er Hardtberg GG ist eine Wucht, Klassenbester mit großem Abstand.

Nach nachmittäglicher Erholungsphase stand für den Abend der lange schon geplante Besuch bei Wolfgang Janß auf der Rheinterasse in Guntersblum auf dem Kontrastrogramm. Bodenständige Weinbauernidylle mit Straußwirtschaft und Panoramablick. Da der Chef wie sehr oft auf einem norddeutschen Weinfest missionierte, setzte ich mich mit seinem Betriebsleiter Ulrich Damerow an den flaschenbefüllten Tisch. Den Geisenheimer hatte ich auf dem Vinocamp kennen und schätzen gelernt. Die Ergebnisse beider Arbeit waren nun im Glas – Silvaner von 2007 bis heute. Der aktuelle Jahrgang gefiel mir dabei deutlich am besten, der Frische wegen, der Prägnanz, des Rests an Säure. Und, ja, nicht zuletzt auch ob des re-designten Etiketts. Einfach gut.

Finale:  Des Adepten Geisenheimprojekt, Dornfeldersekt, rose und brut. Die dicke grüne Pulle wurde in einer fröhlich wachsenden Tischgemeinschaft schnell zur Neige gebracht. Perfekte Sommerabendunterhaltung. Ein Tropfen wie die abschließende Heimfahrt in den prallen Sonnenuntergang: Blendend!

Etikettenevolution


Zucchini-Chutney mit Schick

Ein schönes Bild. Ein guter Geschmack. Ich bin stolz auf mich.

Geräucherte Forelle mit Zucchini-Stachelbeer-Chutney und Schwarzbrot

Geräucherte Forelle mit Zucchini-Stachelbeer-Chutney und Schwarzbrot

So mag ich das: Nicht perfekt, aber aufregend. Nicht routiniert, sondern wild. Lieber gut geklaut, als schlecht selbstgemacht. Einen Fisch von Stobbe, Schwarzbrot von Schmitz. Dazu ein weiterer Teil der Zucchinibewältigungsstrategie: Von einem Chutney gelesen, Stachelbeeren statt Mispeln (die gibt’s doch erst im Herbst) genommen, und mutig kombiniert. Eine Gewürztraminer Spätlese von Schick aus Jugenheim war die passende Mitspielerin in diesem Aromakonzert.

Zucchini-Stachelbeer-ChutneyDas Chutney werde ich auch zu Ziege und Pferd versuchen, ebenso zur Lammbratwurst. Bereitet wird der süßsaure Geschmacksknospenkitzler folgendermaßen: Je eine mittelgroße gelbe und grüne Zucchini würfeln, ebenso eine Knoblauchzehe, etwas Ingwer und drei Chilischoten. Alles zusammen mit dem Abrieb und dem Saft einer Zitrone aufkochen und mit viel Honig, einem Esslöffel Senfpulver, Salz, Pfeffer, gemörsertem Koriander und etwas Kardamom abschmecken. Apfelessig angießen, erst viel, dann nach und nach – hierbei ist Intuition gefragt. Zwei Hand voll geviertelte Stachelbeeren dazu. Rund wird die Sache erst nach einer Stunde Köcheln. In Marmeladengläser füllen und für den Rest der Grillsaison einen Joker im Ärmel haben.


Lasagna aperta con zucchine mit Isy Blümli

Im Vorhof der Konsumhölle, der gemeinen deutschen Fußgängerzone, hat in letzter Zeit ein neuer Ton Einzug gehalten. Ob an Rhein oder Ruhr – nicht mehr nur graue Anzugmenschen, Labeltüten-Schlepperinnen oder Schulschwänzer ziehen stumm ihrer Wege. Buntes blitzt auf. Infernalische Geräusche wie die Melange aus Kindergeschrei und Elterngebrüll, aus Highheelsgeklapper und Birkenstockgeschlappe, aus Fahrstuhlmusik und Mobiltelefongedröhn werden konterkarriert durch die Anstrengungen aufrechter Musikanten. Und damit meine ich nicht die Andenmafia oder verarmte weißrussische Orchesteroboisten sondern Leute mit einer Idee. Die ihre Musik ganz nah an die Menschen bringen wollen, um berühren zu können. Und Reaktionen zu spüren.

Zum Beispiel Sven Wildöer aus Dortmund, der sein Klavier in die Städte trägt und so seine Musik zu Zuhörern wie mir. Vor einiger Zeit stand ich Stunden in Essen und kam nicht vom Fleck. Er nahm mich gefangen. Riss mich raus aus irgendeinem unwichtigen Alltagstrott. Ein paar Mal hat das auch schon Isy Blümli geschafft. Die eine ganz andere Attitüde hat – Bauwagenmädchen, Powerfrau, Herzdame. Mit Gitarre und Mut zum R’n’B-Krakeel erzeugt sie seit Jahren eine eigentümliche Dynamik.
Dass die beiden sich nun unter dem Namen Sunshinebuskers zusammen getan haben, ist verwunderlich und folgerichtig. Mit einer Coverversion des Kings-of-Leon-Klassikers „Use somebody“ vereinen sie Lo-Fi und ganz große Geste:

Von soviel Pathos inspiriert und von der übermäßigen Ernte unter Druck gesetzt, verkochte ich heute Zucchini. Und zwar eine offene Lasagne, mit in Knoblauchöl gebratenen Zucchinischeiben und Büffelmozarella. Safranisierten Nudelteig hatte ich noch im Tiefkühler, Platten waren schnell gekurbelt und gekocht. Das Gemüse gebraten, der Käse geschnitten, eine Hand voll Basilikumblätter mit dem guten Olivenöl und ein paar Körnern Meersalz gemörsert. Der Rest ist Schichtarbeit.

Lasagna aperta con zucchine e mozzarella di bufala

Lasagna aperta con zucchine e mozzarella di bufala

Ein Sekt von Bardong hätte perfekt dazu gepasst. Ich hatte keinen zur Hand und begnügte mich mit meinem Hauswein: 2010er Riesling Kabinett vom Bopparder Hamm, Mandelstein. Didinger, Osterspai.


Forscher, Frauen und Franzosen: Vinocamp-Abschluss

#vcd11Damit eines klar ist: So großartig das erste deutsche Vinocamp (Twitter: #vcd11) auch war, im nächsten Jahr fahre ich nach Bordeaux. Auch wenn ich dazu mein kleines, feines, aber hochpersönliches, multithematisches Internettagebuch zum Weinblogger-Leitmedium umwidmen muss. Als Gewinner der Vinocamp-Verlosung berichtet nämlich aktuell der Kollege originalverkorkt von der VinExpo aus Frankreich, der Sponsor CIVB macht’s möglich. Wie im Übrigen auch Dank aller anderen Sponsoren durch deren großzügigstes Engagement das erste deutsche Wein-Barcamp erst zu einer fantastischen Veranstaltung werden konnte.

Der Campus-Manager erläutert das Campus-Management

Der Campus-Manager erläutert das Campus-Management

Heute morgen erschienen erstaunlich viele Camper erstaunlich pünktlich wieder auf dem Campus. Wer feiern kann, kann auch Wein verkosten. Und drüber reden sowieso. Neben einer Beinahe-Liveschalte ins erwähnte Bordelais wurden Sessions angeboten zum Beispiel zu Themen wie Recht und Internet, Tannine und Frauen im WeinWeb. Letztere war besonders spannend, wir kümmerten uns mit drei Jungs um die Quote und sind sicher, dass die Diskussion fruchtbar fortgeführt wird.

Ein sauerstoffschockender Spaziergang über den Campus der Forschungsanstalt Geisenheim und quer durch alle Fachbereiche der Weinhochschule war mein persönliches Highlight. Noch nie was vom FACE-System gehört? Auch ich erfuhr erst vom Campus-Manager und Vinocamper Robert Lönarz vom free air carbon dioxide enrichment. Vieles andere übrigens auch: Absolut empfehlenswert eine solche Führung.

Zwischendurch wurde wieder getrunken oder verkostet. Und nach und nach kamen sich auch die letzten Socialising-Muffel reichlich nahe. Um schließlich wieder nach Hause zu fahren, in die digitale Emigration. Bis zum nächsten Jahr. (Diesem vierten Vinocamp-Beitrag folgt noch ein Fazit, bald.)