Graupen und Rüben
Veröffentlicht: Februar 4, 2012 Abgelegt unter: Kulinarik | Tags: Gerstengraupen, Graupen, Rüben, Rote Beete, Steckrüben, Ziegenkäse 10 KommentareDa der Tag extrem sexy begann – mit Discofunk aus Lagos im Bademantel – musste mittags mal was Bodenständiges folgen. Regional, saisonal, natürlich – das können die Leute nicht nur im Norden. Von der Scholle in den Topf – so koche ich gerne. Nicht immer esse ich die Ergebnisse mit gleicher Freude, zugegeben. Aber es finden sich meist Begeisterte. Und satt wurde auch ich, von einer lustigen Mischung aus groben Gerstengraupen, Steckrüben und frischem Ziegenkäse.

Grobes Gerstengraupengericht im Garten
Gedanken an Mutters Graupensuppe bringen mich noch heute um den seltenen Nachtschlaf. Eine schleimige Aromenwüste erinnere ich, die Absenz jeglicher Frische und die Konsistenz von Tapetenkleister. Da aber wahrscheinlich die gemeine Graupe gar nichts dafür konnte, dass mir in unseeliger Jugendzeit der Gaumen verschmiert wurde, gab ich ihr heute – nach kurzem Besuch im Reformhaus (Hit and run! Warum Reformhäuser üble Orte sind, weiß ein jeder mit sinnlichem Restempfinden!) und längerem auf dem Markt – Ausbeute: eine Steckrübe, einige Rote Beete und Suppengrün – eine erneute Chance.
Ich tat dies: Gemüsesuppe gekocht, um Brühe zu erhalten, mit der ich dann die Graupen aufgesetzt habe und circa 30 Minuten weichgekocht. Währenddessen in der Restsuppe Teile der Rübe garziehen lassen. Zuvor hatte ich jedoch die Beete in Alufolie gewickelt und im Ofen bei 160° zwei Stunden gegart. Ziegenfrischkäse von Konnen in Ziegenmilch aufgelöst. Gesalzen und mit einem Lorbeerblatt aromatisiert. Aus Rübe und Beete Kugeln gestochen und die Graupen mit der Sauce vermischt. Angerichtet und gegessen. Es gab ja nichts anderes.