Sonntags-Menü

Ein Fotograph im Haus, ein voller Kühlschrank und ein halbfertiges Gedankengebäude, in dem ein als ein Streifzug durch Italien getarntes Menu wohnt – kreativer Workout in Küche und Esszimmer und als Ergebnis eine absolut überzeugende Antipastokreation samt bunten Bildern.

Das Ausgangsmaterial:

Was Kühlschrank und Vorratskammer so hergaben (Fotos: phew)

Was Kühlschrank und Vorratskammer so hergaben (Fotos: phew)

Antipasto: Gefüllte Champignons
In mittelgroße braune Champignons gab ich dies: Bratwurstbrät, vermischt mit geröstetem und gemörsertem Fenchelsamen und schwarzem Pfeffer. Obenauf ein Haube aus: Schalotte und Champignonstielen, fein geschnitten und in Butter angeschmort und mit Weißwein abgelöscht; vermengt mit Parmiggiano und Amarettinibröseln. Als Abschluss je eine Butterflocke. 20 Minuten bei 160° im Ofen gegart und dann zwei Minuten gratiniert.
Angerichtet habe ich auf dünnen Orangenscheiben und das ganze mit dem eigenen Sud beträufelt. Eine Offenbarung!

Gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons

Primo: Cellentani ai peperoni
Mit viel Olivenöl sowie Chili, Knoblauch, Lorbeer, Salz und Pfeffer, Zitronenabrieb und dazu Pecorino pugliese.

Cellentani ai peperoni

Cellentani ai peperoni

Secondo: Bistecca di manzo e cavolo
Ein ordentliches Roastbeef in Rumpsteaks zerteilt und rückwärts gebraten. Mit Schnickschnack (in Butter gelöstes Chili-Vanille-Salz). Dazu Spitzkohlfleckerln in Orangen-Ingwersud.

Bistecca di manzo e cavolo

Bistecca di manzo e cavolo

Dolce: Mohnkuchen a la nonna

Mohnkuchen

Mohnkuchen

Die Musikauswahl dazu fiel leicht, denn gestern ist der Captain von Bord gegangen. Zur Erinnerung dies:


14 Kommentare on “Sonntags-Menü”

  1. lamiacucina sagt:

    Das liesse ich mir auch als Weihnachtsmenu gefallen.

  2. Afra Evenaar sagt:

    Zu Weihnachten hält mich die Gans gefangen. Aber sonst jederzeit.

  3. utecht sagt:

    Wenn Ihr mal in der Gegend seid – jederzeit!

  4. Mestolo sagt:

    Tolle Fotos. Was ist das über der Chilischote? Und – ich glaub‘, ich bin in der Gegend 🙂

  5. utecht sagt:

    Eine Vanillestange.
    Nähe: Ich ahnte das. Das nächste Sonntags-Menü kündige ich hier an, versprochen.
    Überlege sowieso schon seit ein paar Wochen, ein niederrheinisches Blogger-Treffen zu planen…

  6. Christel sagt:

    Ich hab gerade meine „richtige“ Kamera wieder hervorgekramt … tolle Fotos!!!
    Und genau wie Päm, ich wäre auch in der Gegend … 🙂

  7. utecht sagt:

    Ich habe das Fotolob weitergegeben (nicht wahr, phew?).

    Ich seh schon, die Niederrhein-Connection nimmt Form an. Weitere potentielle Mit-Esser(innen):
    http://peppinella.blogspot.com/
    http://6kraska6.wordpress.com/
    http://karu02.wordpress.com

  8. Lakritze sagt:

    Och. Bis wohin reicht denn der Mittelrhein, nach Süden, meine ich?

  9. azestoru sagt:

    Woher stammt das Rezept für die gefüllten Pilze? Auf die Zusammenstellung wäre ich nicht so einfach mal gekommen, z.B. mit den Amarettini-Brösel. Vorlage? Eingebung?

  10. utecht sagt:

    @Lakritze: Saarbrücken ist nicht Rheinland – aber ich bin auch kein Regionalist. Und Du wärst willkommen.
    @Azestoru: Tatsächlich Eigenentwicklung.

  11. azestoru sagt:

    Wenn das mit den Amarettini gepaßt hat: Respekt! Muß ich mal ausprobieren.

    Wohin sind denn die Erdnüsse gewandert, die noch auf dem schönen Bild zu sehen sind?

  12. utecht sagt:

    @azestoru
    Erdnüsse: Waren wie die getrockneten Tomaten eigentlich für ein Pastapesto vorgesehen. Aber da reichte mir dann doch der pure Paprikageschmack. So wanderten die während der Arbeit in den Koch.
    Pilze: Die waren wie beschrieben wirklich göttlich. Alle Aromen harmonierten perfekt. Und dazu der Texturendreiklang!

  13. azestoru sagt:

    > So wanderten die während der Arbeit in den Koch.

    Das hatte ich mir fast gedacht! 🙂

  14. missboulette sagt:

    Ich bin begeistert von dieser Entdeckung. Und die wunderschönen Bilder! Lieber spät als nie…
    Auf die Amarettini-Lösung war ich gespannt, und das Ergebnis ist nachahmenswert.


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